Was eine Entschlackungskur bewirkt

Was sind Schlacken?
Was sind Schlacken? (Bild Mariah Hewines on Unsplash)
Anhänger des Entschlackens sind sich sicher: Eine Entschlackungskur hilft, die Gesundheit zu verbessern und den Körper zu verjüngen.

Besonders empfehlen sich solche Kuren nach Festen wie Weihnachten und Silvester, wenn man in puncto Essen und Trinken auch mal ganz schön gern über die Stränge schlägt. Doch hilft eine Entschlackungskur auch wirklich, und was muss man beachten?

Warum machen Menschen eine Entschlackungskur?

Beim Entschlacken soll der Körper von Giftstoffen befreit werden. Aus rein medizinischer Sicht funktioniert dies jedoch nicht, da die Leber für den Abbau verschiedener Toxine im Körper verantwortlich ist. Doch eine Entschlackungskur kann die Leber in ihrer Funktion unterstützen - beispielsweise, indem auf fettige Lebensmittel verzichtet wird.

Was sind Schlacken?

Als Schlacken werden stickstoffhaltige Endprodukte aus dem Zellstoffwechsel bezeichnet. Schlacken entstehen in erster Linie durch falsche oder allzu üppige Ernährung. Sie können zu den folgenden Symptomen führen:

  • Schwache Abwehrkräfte
  • Kopfschmerzen
  • Verdauungsprobleme
  • Schlafstörungen

Wird der Körper nicht regelmässig aus diesem Zustand befreit, kann es auch zu anderen Problemen kommen. Dazu gehören unter anderem

  • Neurodermitis
  • Gicht
  • Allergische Reaktionen
  • Diabetes

Deshalb lohnt es sich, hin und wieder eine Entschlackungskur durchzuführen. Das Konzept des Entschlackens ist alles andere als neu und findet in vielen alten Texten zur Heilkunde Erwähnung. Bereits Hildegard von Bingen empfahl mehrtägige Fastenkuren, und auch in der indischen und chinesischen traditionellen Medizin wird dem Entschlacken ein hoher Wert zugesprochen.

Was bei einer Entschlackungskur passiert

Beim Entschlacken geht es darum, dem Körper eine Pause zu gönnen. Deshalb sind schwer verdauliche Lebensmittel für eine bestimmte Zeit verboten, auch auf Kaffee und Schwarztee sollte man lieber verzichten. Stattdessen stehen leicht verdauliche Nahrungsmittel auf dem Speiseplan, die den Stoffwechsel ankurbeln und die Verdauung anregen. Dazu gehören Obst, Gemüse und Vollkornprodukte. Sie dürfen Wasser, Kräuter- oder Grüntee trinken, auch Obstsäfte sind erlaubt.

Während der Entschlackungskur sollten Sie zudem darauf achten, sich ausreichend zu bewegen. Gerade Sport an der frischen Luft tut gut: Sie können wandern, Rad fahren und joggen. Auch leichte Gymnastik- und Yogaübungen helfen, den Körper wieder auf Vordermann zu bringen. Viele Menschen schwören auf Saunabesuche, Massagen, Wechselduschen und Wickelbehandlungen. Sie regen den Blutkreislauf an und sind der Gesundheit überaus zuträglich. Wenn Sie eine Entschlackungskur durchführen möchten, sollten Sie sich eine Auszeit nehmen. Gerade in den ersten Tagen kann es zu Müdigkeit oder Kopfschmerzen kommen, da sich Ihr Körper erst an die neuen Umstände gewöhnen muss.

Welche Vorteile bringt eine Entschlackungskur?

Beim Entschlacken verliert man an Gewicht, in der Regel verbessert sich das Hautbild, und auch die Konzentration wird gefördert. Viele Menschen fühlen sich nach einer Entschlackungskur viel besser als vorher und berichten über mehr Energie.

Was ist der Unterschied zwischen einer Detox- und einer Entschlackungskur?

Eigentlich sind Detox und Entschlackung ein und dasselbe. Dabei ist Detox der heute modische Begriff für eine Entschlackungskur. Dennoch gibt es einige Unterschiede: Während eine Entschlackungskur eine Vielzahl von Massnahmen umfasst, steht bei der Detoxkur eher die Einnahme bestimmter natürlicher Arzneimittel, Shakes oder Lebensmittel im Vordergrund. Entschlackungskuren dauern mindestens eine Woche, eine Detoxkur hingegen kann auch nur ein bis zwei Tage umfassen.

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