Seitensprünge sind auch mit über 60 noch ein Thema

Überwachung, Untreue, Seitensprung
In den vergangenen Jahren hat sich, glaubt man diversen Detekteien in der Schweiz, die Zahl der Seitensprünge nahezu verdoppelt. (Photo by Craig Whitehead on Unsplash)
Nicht nur bei der jüngeren Generation hat der Seitensprung Hochkonjunktur. Auch über 50-Jährige kommen manchmal in Versuchung.

In den vergangenen Jahren hat sich, glaubt man diversen Detekteien in der Schweiz, die Zahl der Seitensprünge nahezu verdoppelt. So sind fast zwei Drittel aller Fälle der Privatermittler im Frühling auf Untreue zurückzuführen.

Das sieht bei unseren Nachbarn aus Österreich oder Deutschland gar nicht anders aus. So ist die Detektei in Düsseldorf, die zur Lenz Gruppe gehört, ebenfalls in vielen Fällen damit beschäftigt, Schuld oder Unschuld von Personen in einer Partnerschaft zu beweisen.

In der Schweiz sprechen die Inhaber unterschiedlicher Detekteien sogar von einer Verdreifachung der spezifischen Fälle in den vergangenen drei Jahren.

Dabei ist das keine Sache, die lediglich die jüngere Generation betrifft. Denn zwar sind es auch schon die Zwanzigjährigen, die sich betrogen fühlen und gerne einen Beweis dafür hätten.

Diese können die Aufwendungen für einen Privatermittler jedoch nur selten decken. Daher ist es die Generation 50+, die hier häufig um Aufklärung bittet. Dass die Häufigkeit ansteigt, liegt mit unter an den Dating-Plattformen und sozialen Medien.

Denn diese sind heute stets verfügbar. Tinder und Co. werden in der Hosen- oder Handtasche mitgetragen. Über Chats sind schnell Dates ausgemacht und so treffen sich viele unverfänglich unterwegs.

Da muss dann auch schon einmal ein Busch in einem Park herhalten, geben Detektive zu Protokoll.

Aktiv werden betroffene meistens, wenn einige Dinge sich verändern. Zum Beispiel, wenn der Partner immer mehr Zeit am Smartphone oder PC verbringt, als üblich oder das Sexualleben leidet.

Gerade wenn Frauen vermehrt in Chats hängen, werden Männer aufmerksam. Häufig lernen sich die Personen über Whatsapp oder Facebook kennen. Aus einem ehemals unverfänglichem Chat wird dann schnell mehr.

Findet der eigenen Partner dann Bilder oder Verläufe auf dem Gerät des Gegenübers, selbst wenn es sich dabei nur um Zufall handelt, ist die Vermutung selbstredend naheliegend.

Diese Zweifel der Klienten sind dabei meist nicht unberechtigt. Üblicherweise können die Fremdgänger in der Mittagspause oder am Wochenende überführt werden. Dabei gehen sie spazieren, treffen sich in Kaffees außerhalb der Stadt oder verziehen sich in Hotels. Auch Hallenbäder und Saunas sind beliebte Orte, an denen Zeit miteinander verbracht wird. Zudem bieten sich natürlich Ausflüge in die Natur an.

Männer versuchen dabei zu Beginn meist, ihre Partnerinnen noch mit eigenen Mitteln zu überführen. So kommen bei besonders technikaffinen häufig Wanzen oder GPS-Tracker zum Einsatz.

Letztendlich kontaktieren viele jedoch irgendwann den Detektiven. Von diesen werden dann eindeutige Beweise verlangt, mit der Hoffnung, dass sich der Verdacht nicht bestätigt.

Doch auch einen Haken hat das Ganze. Denn ein Privatermittler hilft natürlich, Misstrauen zu bestätigen oder zu widerlegen. Das Vertrauensverhältnis wiederherzustellen, vermag jedoch auch er nicht.

Sinnvoller ist es also aus emotionaler Sicht, den Partner direkt anzusprechen. Nicht nur auf ein mögliches Bestehen einer Affäre – sondern auf das ungute Gefühl, das sich in der vergangenen Zeit aufgebaut hat.

Da die Schweizer sehr harmoniesüchtig sind, wäre das der logische Schritt, um etwaige Unklarheiten zu beseitigen.

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