Radurlaub für Senioren: Fit und gesund im Alter

Fahrradfahren hält fit und tut der Seele gut.
Fahrradfahren hält fit und tut der Seele gut. - Bild pixabay.com
Mehrtägige Radtouren sind nur etwas für topfitte Ausdauersportler, die mehrmals pro Woche trainieren? Nicht unbedingt!

Viele ältere Menschen schrecken davor zurück, sich für längere Touren aufs Fahrrad zu schwingen. Das ist sehr schade – denn Fahrradfahren hält fit und tut der Seele gut. Und wer es sich nicht zutraut, längere Strecken in die Pedale zu treten, der sollte ein Pedelec Probe fahren. Dessen E-Motor unterstützt das Treten, wodurch auch Steigungen leichter bewältigt werden können und die Beine weniger schnell ermüden.

Kein Verzicht auf Ausdauersport

Viele Senioren halten sich zu wenig draußen auf und leiden unter Bewegungsmangel. Geschlossene Räume, stickige Luft und zu geringe Vitamin-D-Produktion durch fehlendes Sonnenlicht schwächen jedoch das Immunsystem. Ausdauersport im Alter – vor allem gemeinsam mit Gleichgesinnten – hilft dabei, weiterhin am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und lange gesund zu bleiben. Beliebte Sportarten sind Spaziergänge, Walking und Radfahren, da sie die Gelenke weniger stark belasten als beispielsweise Joggen oder Gymnastik.

E-Bike, Pedelec oder E-Mofa?

Vor allem älteren Menschen fällt es häufig schwer, ihre Kräfte richtig einzuschätzen. In der Mitte der Tour festzustellen, dass man zu erschöpft ist, wäre unangenehm. Elektroräder können dabei helfen, dieses Risiko zu vermeiden. Der am häufigsten genutzte E-Bike-Typ ist das Pedelec. Das ist die Abkürzung für Pedal Electric Cycles. Pedelecs fahren bis zu 25 Stundenkilometer schnell und erfordern keinen Führerschein. Der zusätzliche elektrische Antrieb unterstützt während anstrengender Passagen.

„S-Pedelecs“ sind schnellere E-Bikes, die juristisch als Kleinkraftrad zählen. Sie erreichen eine Geschwindigkeit von bis zu 45 Stundenkilometern, weswegen für ihren Gebrauch andere Vorschriften gelten. Diese Räder dürfen nur mit einem Führerschein genutzt werden, der dazu berechtigt, mindestens ein Mofa zu fahren. Außerdem sind eine Versicherung und eine Zulassung vom Kraftfahrtbundesamt vorgeschrieben. Der Elektromotor eines „echten“ E-Bikes oder E-Mofas bringt Sie auch voran, wenn Sie nicht in die Pedale treten.

Transport in die Urlaubsregion

Wenn Sie nicht in der Region unterwegs sind, in der Sie auch leben, werden Sie sich Gedanken über den Transport Ihres Gefährtes machen. Natürlich ist es möglich, das Rad in öffentlichen Verkehrsmitteln zu transportieren. Dies ist jedoch nur bedingt empfehlenswert, da ein E-Bike durch den zusätzlichen Motor deutlich schwerer ist als ein normales Fahrrad. Auch der Transport auf einem Dachgepäckträger Ihres Pkw kann dadurch erschwert werden. Bei jeder Reise müssen Sie zunächst das Rad auf das Auto hieven und später abladen.

Eine gute Alternative für Senioren ist es, stattdessen einen Fahrradträger für die Anhängerkupplung zu nutzen. Abnehmbare Anhängerkupplungen gibt es in verschiedenen Ausführungen. Kupplungsträger haben den Vorteil, dass die Fahrräder in Kniehöhe aufgeladen werden können, was mit einem deutlich niedrigeren Kraftaufwand verbunden ist. Eine zusätzliche Auffahrrampe erleichtert die Montage der Fahrräder außerdem. In der Regel können auf diese Weise mindestens zwei E-Bikes auf das Auto aufgeladen werden. Reduzieren Sie das Gewicht der Räder, indem Sie die Akkus ausbauen und im Auto transportieren, ist gegebenenfalls ein drittes Bike transportierbar.

Sicher und bequem dank des richtigen Zubehörs

Insbesondere ältere Menschen neigen zu trockenen Augen. Der Fahrtwind beim Radfahren sorgt dafür, dass die Bindehaut zusätzlich gereizt wird. Außerdem kann es leicht passieren, dass Insekten ins Auge fliegen, was die Unfallgefahr erhöht. Wenn Sie nicht ohnehin eine Brille tragen, besorgen Sie sich also am besten eine Sonnenbrille. Für bewölkte Tage eignet sich eine Brille aus hellem Glas, um die Augen zu schützen.

Für zusätzlichen Komfort auf längeren Touren sorgt ein gepolsterter Sattelbezug – so schonen sie Ihr Gesäß und haben länger Spaß am Fahren. Verstauen Sie Ihr Gepäck in Fahrradtaschen. Umhängetaschen oder gar Tüten am Lenkrad bewegen sich im schlimmsten Fall unkontrolliert und lassen Sie die Kontrolle über Ihr Zweirad verlieren. In Deutschland herrscht zwar keine Helmpflicht, aber der Kopfschutz ist dringend zu empfehlen, da er bei einem Unfall schwere Verletzungen verhindern kann.

Bild https://cdn.pixabay.com/photo/2020/04/15/06/41/bike-5045324_960_720.jpg

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