Jobsuche mit 50 plus? So gelingt der Neustart!

Wer das 50. Lebensjahr überschritten hat und einen neuen Job sucht, steht heute vor einer echten Herausforderung.
Wer das 50. Lebensjahr überschritten hat und einen neuen Job sucht, steht heute vor einer echten Herausforderung. - Bild von Steve Buissinne auf Pixabay
Wer das 50. Lebensjahr überschritten hat und einen neuen Job sucht, steht heute vor einer echten Herausforderung.

Oft sind sehr viele Bewerbungen notwendig, bis eine neue berufliche Perspektive entsteht. Dennoch: Wer den einen oder anderen Tipp beherzigt, erhöht seine Chancen auf den beruflichen Neuanfang.

Nicht den Kopf in den Sand stecken

In der Vergangenheit gab es in Bezug auf Ü-50-Kaderkräfte das eine oder andere Vorurteil: Ältere Mitarbeiter seien häufiger krank, weniger leistungsfähig, geistig nicht mehr flexibel und verlangen zu viel Lohn.

Allerdings ändert sich diese Denkweise auf Unternehmensseite gerade: Einerseits liegt das am grassierenden Fachkräftemangel, andererseits an der Erkenntnis, dass eine gute Durchmischung von Mitarbeitenden in den Abteilungen und bei der Projektarbeit sinnvoll ist. Das betrifft das Alter ebenso wie das Geschlecht und die Nationalität.

Allerdings: Dieser Wandel ist noch nicht in allen Bereichen angekommen. Doch das ist kein Grund zu resignieren. Wer sich als Mittfünfziger modern, flexibel und engagiert nach einer neuen beruflichen Aufgabe umsieht, erhöht seine Chancen enorm.

Das eigene Netzwerk aufbauen und pflegen

Wichtiger denn je ist die positive Selbstvermarktung im Netz: Auf Plattformen wie LinkedIn und Xing sind Headhunter aktiv – auf der Suche nach unterschiedlichsten Arbeitnehmern. Wichtig sind neben einem Lichtbild und einem schnell erfassbaren Lebenslauf auch Hinweise auf Hobbys, ehrenamtliche Tätigkeiten oder grosse Reisen. Hilfreich ist alles, was bei einem Menschen über 50 auf seine Soft Skills hinweist. Wer bei der Erstellung seiner Seite Schwierigkeiten hat, kann sich Tipps im Netz oder in entsprechenden Kursen holen – oder vielleicht sogar bei den eigenen Kindern.

Für die Kontakte im Jobnetzwerk gilt: Qualität geht über Quantität. Wer seine Kontakte überschaubar hält, hat weniger Aufwand beim Verwalten. Bewerbende sollten sich stets diese Fragen stellen: Können mir die Kontakte effektiv bei der Jobsuche helfen? Habe ich ihnen im Gegenzug etwas zu bieten?

Gelegentliche Posts mit interessanten branchenbezogenen Inhalten und persönliche Treffen helfen ebenfalls, um sich als kompetenter Arbeitnehmer zu positionieren.

Auch offline ist es sinnvoll, die Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung zu kommunizieren – im Familienkreis ebenso wie unter Freunden. Oft wurden auf diese Weise schon Jobs gefunden und besetzt, bevor überhaupt eine Stellenanzeige geschaltet wurde.

Die eigenen Fähigkeiten überdenken

Ausserdem ist es von Vorteil, flexibel über die eigenen Kenntnisse und Fähigkeiten nachzudenken: Wer zum Beispiel viele Jahre in einer Bank gearbeitet hat, kann mit seiner Expertise auch im Vertrieb von Finanzdienstleistungen glänzen. Besonders im Beratungsbereich können Lebenserfahrung und Empathie entscheidend für den Geschäftserfolg sein.

Viele Arbeitgebende aus dem Finanzsektor suchen deshalb Finanzberater, die als «Unternehmer im Unternehmen» im Aussendienst agieren. Informationen dazu finden sich auf einschlägigen Job- und Bewertungsportalen, wie hier von Swiss Life Select. In Unternehmen wie diesem werden erfahrene Kräfte und Quereinsteiger mithilfe eines fachkundigen Mentors intern geschult. Zudem gibt es umfangreiche Aus- und Weiterbildungen.

Neben der KPMG Schweiz AG ist die Swiss Life Select Schweiz AG unlängst zum Top Employer des Jahres 2020 gewählt worden.

Mit der Digitalisierung gehen

Wenn es um den digitalen Wandel in der Arbeitswelt geht, sind sowohl Arbeitgebende als auch Arbeitnehmende gefragt: Wer als Arbeitssuchender über 50 der Meinung ist, dass seine digitalen Fähigkeiten nicht ausreichen, kann sich in einschlägigen Kursen weiterbilden – und das in seinen Bewerbungsunterlagen vorweisen.

Arbeitgebende sind angehalten, auch ältere Mitarbeiter nach der Einstellung zu schulen und zu fördern – ein Mangel an Kenntnissen bei dem einen oder anderen Softwareprogramm darf kein Ausschlusskriterium beim Einstellen sein.

Es stimmt übrigens nicht, dass ältere Menschen beim Erlernen von neuen Technologie-Skills grössere Probleme haben als jüngere. Die Lernfähigkeit hängt von der individuellen Persönlichkeit ab, nicht vom Alter. Manche brauchen bei Lern- und Veränderungsprozessen einfach mehr Zeit und Betreuung als andere.

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