Aufmerksamkeitsfalle
Multitasking im Alltag: Warum es Ihr Gehirn überfordert?
Multitasking im Alltag: Warum es Ihr Gehirn überfordert?
Der Tag beginnt, und schon laufen mehrere Spuren gleichzeitig: kurz aufs Handy schauen, den Termin im Kopf sortieren, nebenbei den Einkauf planen und schnell noch eine Nachricht beantworten. Das fuehlt sich effizient an, kostet Ihr Gehirn aber oft mehr, als es bringt. Multitasking ist im Alltag selten ein Zeichen besonderer Stärke, meist ist es ein stiller Energieräuber, der Konzentration und Aufmerksamkeit zerlegt. Dass weniger gleichzeitig oft mehr ist, beschreibt auch SRF im Beitrag über Fokus im Zeitalter der Ablenkung.
Gerade für Menschen 50plus ist das Thema spannend. Nicht, weil das Gehirn plötzlich weniger kann, sondern weil viele genauer merken, wann der Kopf überlastet wirkt. Erfahrung hilft zwar beim Einordnen. Aber auch ein erfahrener Kopf wird müde, wenn er dauernd zwischen Reizen, Aufgaben und offenen Gedanken hin und her wechseln muss. Wer sich dazu weiter einlesen möchte, findet in unserem Beitrag „Konzentration staerken: So behalten Sie den Fokus“ passenden Anschluss.
Weshalb verliert Ihr Fokus schon bei kleinen Unterbrüchen?
Nicht die grossen Aufgaben machen uns zuerst müde, sondern das staendige Dazwischen. Eine Push-Nachricht, ein Blick ins Postfach, ein offener Tab, dazu das Gefühl, etwas nicht vergessen zu dürfen: Schon springt die Aufmerksamkeit. Das Gehirn muss sich jedes Mal neu sortieren. Genau dieser stete Neustart verbraucht Energie, obwohl von aussen fast nichts Spektakuläres passiert. Im Artikel von SRF lesen Sie, wie Sie weniger abgelenkt sind und sich besser konzentrieren können.
Typische Anzeichen dafür sind:
- Sie lesen denselben Absatz zweimal
- Sie greifen zum Handy, ohne einen klaren Anlass zu haben
- Sie fuehlen sich beschaeftigt, aber nicht wirklich fertig
Im Schweizer Alltag kennt man das gut: im Tram rasch eine Nachricht, an der Kasse noch ein Preisvergleich, später auf dem Velo gedanklich schon beim nächsten Termin. Jede einzelne Handlung wirkt klein. In der Summe entsteht daraus aber ein Dauerrauschen, das Ihre Konzentration unterlaeuft.
Was macht Multitasking mit Ihrer Gehirnleistung?
Viele verwechseln Gehirnleistung mit Geschwindigkeit. Doch Leistung entsteht nicht dort, wo alles gleichzeitig angestossen wird, sondern dort, wo ein Gedanke sauber zu Ende gefuehrt werden kann. Wenn Sie parallel organisieren, lesen, reagieren und erinnern, arbeitet Ihr Gehirn nicht eleganter, sondern haeufig schwerfaelliger. Der Preis dafür sind mehr Fehler, mehr innere Unruhe und das Gefühl, ständig unter Strom zu stehen.
Darum lohnt sich ein anderer Blick: Nicht mehr auf die Frage, wie viel gleichzeitig möglich ist, sondern wie viel Klarheit pro Aufgabe entsteht. Wer dazu praktische Impulse für den Alltag sucht, findet im Artikel „Konzentration im Keller: warum mentale Müdigkeit zunimmt“ eine hilfreiche Perspektive auf zu viele Reize und zu wenig Regeneration.
Hilfreich sind oft schon einfache Schritte:
- Benachrichtigungen für eine Weile ganz ausschalten
- Ähnliches zusammen erledigen statt verstreut
- Anspruchsvolle Aufgaben nicht nebenbei beginnen
Warum uns Multitasking auslaugt und Singletasking mehr Lebensqualität bringt erfahren Sie hier.
Wie holen Sie sich Ihre Aufmerksamkeit zurück?
Niemand muss dafuer digital aussteigen. Aber Ihr Gehirn braucht wieder mehr Reihenfolge. Eine Sache zuerst, die nächste danach. Das klingt schlicht, hat aber Wirkung. Auch Schweizer Gesundheitsseiten betonen, dass geistige Fitness trainierbar bleibt und Aufmerksamkeit von klaren Routinen profitiert. Wichtig ist, dass man auch geistig gesund und aktiv bleibt. Auch für mentale Fitness müssen Sie ständig trainieren, nämlich Ihr Gehirn. Lesen Sie, wie Sie mental fit bleiben.
Drei alltagstaugliche Ideen:
- Telefonate ohne Parallelaufgabe führen
- Mails nur zu festen Zeiten bearbeiten
- vor jeder wichtigen Aufgabe kurz festlegen, was am Ende erledigt sein soll
Wer merkt, dass der Kopf oft schneller leer ist als früher, muss das nicht als Defizit sehen. Vieles ist heute schlicht lauter, dichter und zersplitterter. Multitasking ist deshalb kein Fortschritt, sondern oft eine Gewohnheit, die uns mehr Energie nimmt, als wir glauben.
Fazit
Multitasking wirkt praktisch, überfordert das Gehirn aber oft, ohne dass wir es merken. Wenn Sie Unterbrüche reduzieren, Ihre Aufmerksamkeit schützen und wieder mehr nacheinander statt gleichzeitig tun, gewinnen Sie Konzentration, Fokus und Ruhe spürbar zurück.
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